Kompetenz, die sich an den weißen Spuren zeigt

Unzureichende Dichtheit bei Kabeln beschäftigt schon seit Jahrzehnten die Automobilindustrie. Wenn Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Wasser und Benzin in die Elektronik des Fahrzeugs gelangen, zieht dies negative Konsequenzen nach sich. Ausfälle durch Kurzschlüsse oder durch Verlust von elektrischer Verbindung infolge von Korrosion. Die Protech, eine Entwicklungs- und Forschungseinheit von Prettl hat mit einem innovativen Verfahren eine Möglichkeit geschaffen diese notwendige Dichtheit der Kabel zu gewährleisten.

Dabei werden zwei Materialen – Duroplast und Thermoplast – stoffschlüssig miteinander verbunden.

Duroplaste auch Duromere genannt, sind Kunststoffe, die nach Ihrer Aushärtung nicht mehr verformt werden können. Thermoplaste sind hingegen Kunststoffe, die sich durch Wärmezufuhr verformen lassen.

Nach dem anwenden dieses Verfahrens finden sich idealerweise weiße Spuren im Außenbereich des Kabels. Warum? Ganz einfach: bei den weißen Spuren auf beiden Seiten des Kabels handelt es sich um auskristallisierte Salzrückstände aus einem Dichtheitstest. In einer Prüfsequenz wird das zu prüfende Kabel auf 120°C hochgeheizt, um anschließend schlagartig in NaCl-haltiges Eiswasser getaucht zu werden. Damit wird durch die erzeugte Temperaturdifferenz eine Druckdifferenz provoziert und eine spontane Tauchfahrt einer Steckerschnittstelle eiskaltes Salzwasser (z.B. im Winter) simuliert. Finden sich danach Salzrückstände (weiße Flecken) im Stecker-Innenbereich, dann war dieser nicht dicht. Hat man nur solche Indikatoren im Außenbereich, dann ist über die Dichtungen und durch das Kabel hindurch nichts eingedrungen, sodass das Kabel nun von innen als auch außen dicht ist.

Näheres zur Problematik und dem Verfahren finden Sie auf Seite 18-19 in der aktuellen Prettl intern (Ausgabe 1/16).

Bahar Bakhtiary
Marketing & Communications at PRETTL Automotive

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