Category Archives: PRETTL Group

Vortrag zum Thema Digitalisierung

Am Montag den 09.April konnten wir Herrn Rhomberg von der Emil Frey im Hause Prettl begrüßen. Herr Rhomberg ist in der Geschäftsleitung der Emil Frey Gruppe als Chief Digital Officer verantwortlich für das Thema Digitalisierung.

Die Emil Frey Gruppe ist eine hauptsächlich im Automobilhandel tätige Schweizer Unternehmensgruppe. Das Unternehmen wurde 1924 von Emil Frey gegründete und gilt heute als größtes Automobilhandelsunternehmens Europas, mit Aktivitäten in ganz Europa, dazu gehören zudem verschiedene Unternehmen, die Dienstleistungen rund um das Auto sowie in den Bereichen Finanzierung, Versicherung und künftig auch digitale Lösungen für den Automobilhandel erbringen.

Heute steht die Gruppe vor neuen Herausforderungen hinsichtlich der Wertschöpfungskette, die den klassischen Handel unter Druck setzt. Während immer mehr die Fahrzeughersteller ihr Vertriebsmodell verändern und als Händler über das Internet oder als Mobilitätsdienstleister auftreten, sowie neue Player auf den Markt kommen wie Amazon, Alibaba oder Uber, sind die alt eingesessen Fahrzeughändler zu neuen Strategien und Differenzierung zum neuen Wettbewerb gezwungen. Hierbei spielen die Einflussfaktoren wie Kundenbedürfnisse, Technologie, Politik und Digitalisierung eine wesentliche Rolle. Während die Politik auf alternative Antriebe drängt, sind die Kundenbedürfnisse immer mehr von Komfort und Service getrieben. Dies verändert massiv die Branche. Während z.B. früher die Kunden im Schnitt 7-mal vor einem Kauf eines Fahrzeuges sich beim Händler informiert haben, sind es heute nur noch 1,5-mal bevor sie ein Fahrzeug bestellen. Ebenso benötigen beispielsweise Elektrofahrzeuge, heute 70% weniger Service- und Wartungsarbeiten als klassische Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Welches neue Strategien und Konzepte erfordert, um Kunden weiter eng und umfassend bedienen und binden zu können.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und sich von neuen Playern sowie Herstellern abzuheben, setzt die Emil Frey Gruppe konsequent auf eine Digitalisierungsstrategie, insbesondere in der Kundenbindung, der Optimierung von Betriebsabläufen und auf den neuen Marktplatz „Internet“. Hierbei erwähnte Hr. Rhomberg klar, dass am Anfang des Weges zu einem „digitalen“ Unternehmen ein Ziel stehen muss, aus dem sich dann die Strategie sowie dann die Maßnahmen abgeleitet werden müssen. Dazu hat die Emil Frey Gruppe in den vergangenen 12 Monaten das Team auf eine höhere zweistellige Mitarbeiterzahl (inkl. Softwareentwickler) aufgebaut, welche aus der Zentrale alle Digitalisierungsprojekte wie z.B. eine Mitarbeiter-App, eine Kunden-App oder auch eine Service-App steuern. So wird die Kundenbindung über digitale Kanäle weiter intensiviert und beschleunigt oder Verwaltungsprozesse so optimiert, dass Ressourcen für die individuelle Kundenbetreuung frei werden. Als weiteres kleines Beispiel nannte Hr. Rhomberg die Zentralisierung der Eingabe von Fahrzeugdaten über eine eigene Softwarelösung, die 11 Minuten Eingabezeiten pro Fahrzeug einspart und sich bei hunderttausenden verkaufter Fahrzeuge schnell große Mehrwerte generierte.

 

Wichtigste Erkenntnisse beim Thema Digitalisierung sind lt. Hr. Rhomberg:

  • Digitale Entwicklung bringt Veränderungen & bietet aber auch Möglichkeiten
  • Immer aus der Sicht des Kunden denken
  • Den Kunden frühzeitig (er-)kennen
  • Dem Kunden dienen
  • Mitarbeiter involvieren – motivieren – zu digitalen Fachleuten ausbilden
  • Experimentelles Vorgehen: Ideen → testen →messen → verbessern → einführen
  • Silodenken aufgeben, es hemmt die Kooperation, erhöht die Kosten, behindert den Fortschritt
  • Die Zukunft gestalten ohne das Bewährte zu gefährden

 

Weg von Diesel und Benziner, hin zu Elektro!

Am 03.05.2018 fand auf dem Bosch Campus in Renningen ein Workshop der Commerzbank AG zum Thema „Elektromobilität“ statt, zudem die CFOs der PRETTL Gruppe eingeladen wurden.

Unsere CFOs konnten sich ein Bild davon machen, wie bedeutend Elektromobilität für die deutsche Wirtschaft ist und wo die Trends hingehen.

Sehr spannend und ernüchternd waren die Vorträge von Bosch, EnBW, Keliber und Greenpeace.

Als letzten Beitrag wurde in einer Podiumsdiskussion diskutiert, wie schnell Deutschland die Verkehrswende einleiten wird.

Weg von Diesel und Benziner, hin zu Elektro!

„Muffel+“ nimmt erste Hürde

Das BMBF-geförderte KMU-NetC-Innovationsprojekt befasst sich mit der Entwicklung einer neuartigen elektrischen Antriebsplattform für emissionsfreies Fahren und Arbeiten.


Metzingen. Der erste Meilenstein ist erreicht. „Muffel+“, ein Entwicklungskonsortium, das sich die Entwicklung einer kompakten und skalierbaren elektrischen Antriebsplattform für Multifunktionsfahrzeuge – kurz „Muffel+“ – zum Ziel gesetzt hat, hat eine erste wesentliche Hürde des Projektes genommen: Die beteiligten vier Unternehmen (Max Holder GmbH, Nantis GmbH, REFU Elektronik GmbH, Groschopp AG) und drei Forschungseinrichtungen (Hochschule Aalen, Hochschule Düsseldorf, Universität Stuttgart) konnten nachweisen, dass die ambitionierten Projektziele zumindest rechnerisch umsetzbar sind.

Im Rahmen eines Meilensteintreffens bei der Max Holder GmbH im schwäbischen Metzingen wurden die Ergebnisse der ersten sechs Monate Projektarbeit präsentiert. Obwohl alle Partner mit dem extrem begrenzten Bauraum der sehr kompakten Multifunktionsfahrzeuge zu kämpfen haben, konnten Lösungskonzepte entwickelt werden, die die Anforderungen der Anwender und des Fahrzeugherstellers, der Max Holder GmbH, erfüllen.

Um auch ein Gefühl dafür zu erhalten, was eine elektrische Antriebsplattform in einem Multifunktionsfahrzeug leisten muss, durften alle Anwesenden den Holder-Demopark mit einem dieselbetriebenen Holder Geräteträger befahren. In etwa einem Jahr soll genau so eine Teststrecke erstmals vollelektrisch befahren werden können.

Durch seine Skalierbarkeit eignet sich die Antriebsplattform für viele weitere Fahrzeugtypen wie etwa Baufahrzeuge. Damit die Anforderungen der Anwender und Fahrzeugbauer bereits in der Entwicklung Berücksichtigung finden, wird vom Netzwerkmanagement ein projektbegleitender Industriekreis aufgebaut und gepflegt.

Muffel+ ist in das von der EurA AG geführte Innovationsnetzwerk e-mobility eingebettet. Dieses verfolgt das Ziel, die mittelständische Zulieferindustrie in Deutschland für die Herausforderungen der Elektromobilität fit zu machen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Muffel+ im Rahmen der Fördermaßnahme „KMU-NetC“ mit rund 2,1 Millionen Euro. Interessenten können sich gerne an EurA wenden, um weitere Informationen zum Projekt und zu dem oben genannten Industriekreis zu erhalten.

 

Teilnehmer des ersten Muffel+ Meilensteintreffens  (Foto: EurA AG)

Holder C-Reihe im Demopark (Foto: EurA AG)

 


Die "Muffel+"-Konsortialpartner im Einzelnen:

Die REFU Elektronik GmbH aus Pfullingen entwickelt und vertreibt seit über 50 Jahren Leistungselektronik und Batteriespeichersysteme für unterschiedliche Anwendungsbereiche in der Antriebstechnik, sowie für Solar-, Speicher- oder Hybridprojekte. Die Systemlösungen von REFUdrive finden hierbei flexiblen Einsatz – ob in automatisierten Fahrzeugen zum Containertransport, für Walzenlader im Bergbaueinsatz oder als Ausstattung moderner Kommunalfahrzeuge.
www.refu.com

Die GROSCHOPP AG mit Sitz in Viersen entwickelt und produziert seit über 90 Jahren elektrische Antriebe. GROSCHOPP ist durch  seine langjährige Erfahrung im elektrischen Antriebsbau und durch sein ständiges Bestreben, Ideen weiterzuentwickeln und ihre Produkte zu verbessern, führend in der Branche. Das Unternehmen hat bereits mehrere Verbundprojekte erfolgreich koordiniert und erste Entwicklungsprojekte gestartet, um auch den Automobilbereich zu erschließen.  www.groschopp.de

Die Max Holder GmbH aus Metzingen ist einer der führenden deutschen Hersteller von Spezialfahrzeugen für den Einsatz in Kommunen, im Wein- und Obstbau sowie im Garten- und Landschaftsbau. Holder-Schlepper werden überwiegend als Geräteträger mit Knicklenkung, vier gleich großen Rädern und dieselhydraulischem Allradantrieb in hoher Qualität am Produktions-standort Deutschland entwickelt, hergestellt und weltweit vertrieben. www.max-holder.com/

Die Nantis GmbH hat sich in den letzten Jahren als innovatives Start-up im Bereich der Embedded Hard- und Softwareentwicklung am Markt bewiesen. Sowohl die Entwicklung von Steuerelektronik als auch der Entwurf von hardwarenaher Applikationssoftware zählen zu den Stärken des noch jungen, in Stuttgart ansässigen Unternehmens. Strukturierte und modellbasierte Vorgehensweisen stellen dabei eine hohe Qualität der entwickelten Produkte sicher. https://nantis.de/de/

Das ILEA (Institut für Leistungselektronik und Elektrische Antriebe an der Universität Stuttgart) vertritt die Gebiete Leistungselektronik, Regelungstechnik und Elektrische Antriebe in Forschung und Lehre. Forschungsgebiete sind neben der Energieeffizienz unter anderem die Regelung Elektrischer Antriebe, insbesondere von Fahrzeugantrieben, Methoden zur geberlosen Lageerfassung, Verfahren zur hochdynamischen Messung großer Ströme, Schaltungstopologien und Steuerverfahren für Umrichter sowie die Zuverlässigkeit leistungselektronischer Systeme. www.ilea.uni-stuttgart.de

Das Arbeitsgebiet „Theoretische Elektrotechnik und Elektrische Maschinen“ der Hochschule Düsseldorf weist neben einer hohen Forschungsaktivität einen großen Erfahrungsschatz aus vergangenen und laufenden Entwicklungsprojekten auf. www.hs-duesseldorf.de

Die Hochschule Aalen zählt zu den forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Die Fahrzeugtechnik wird in Forschung und Lehre mit hohem Anwendungsbezug verfolgt. Hierfür stehen hochmoderne Entwicklungsumgebungen und leistungsstarke Prüfeinrichtungen zur Verfügung. Aktivitäten zur Elektromobilität werden im zukünftigen Zentrum ZiMATE (Zentrum innovativer Materialien und Technologien für effiziente elektrische Energiewandler-Maschinen) intensiviert. ZiMATE wurde von der Hochschule Aalen im Forschungsbauten-Programm des Bundes und der Länder (Verfahren §91b) eingeworben. Aspekte der Energieeffizienz werden ebenso im BMBF-geförderten FH-Impuls Projekt „Smarte Materialien und intelligente Produktionstechnologien für energieeffiziente Produkte der Zukunft“ (SmartPro) adressiert. www.hs-aalen.de

Koordiniert wird das Verbundprojekt von der EurA AG. Das Innovations- und Technologieberatungsunternehmen wurde 1999 gegründet. Mit knapp 100 hochqualifizierten Mitarbeitern am Hauptsitz Ellwangen und in sieben weiteren Niederlassungen in Europa gehört die EurA AG zu Deutschlands führenden Beratungshäusern für Forschung, Entwicklung und die Kommerzialisierung innovativer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Zu ihren Mandanten zählen europaweit über 1500 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus allen Technologiebranchen. www.eura-ag.de

Jupiter’s Innovation Immersion- Hi Five Team + JUPITER

 

Innovation Immersion entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen Jupiter und den Masterstudenten für Forschung in Design und Innovation oder dem "Hi Five Team" der Elisava Schule für Design und Ingenieurwesen in Barcelona.

Letzte Woche besuchte das Innovationsteam „Hi Five“ Jupiter in Stuttgart, Deutschland, um durch Co-Creation-Workshops Hand in Hand an der Jupiter Zukunftsvision zu arbeiten.

Der Hauptzweck der Reise war es, Jupiter in der Tiefe zu verstehen und was das aktuelle Umfeld in Bezug auf den Service und die Nutzer bedeutet. Sie untersuchten auch das zukünftige Umfeld mit Konzentration auf die Beantwortung der Hauptfrage: Wohin will Jupiter gehen?

Wie die Gegenwart die Zukunft aufbauen kann

Die Prettl-Gruppe erklärte, dass es die richtige Denkweise sei, global zu denken und lokal zu handeln. Das Innovationsteam präsentierte jedoch eine Reihe von Schlüsselerkenntnissen, welche sich darauf konzentrieren, was derzeit auf dem Markt passiert und was die wichtigsten Trends sind, welche die nahe Zukunft beeinflussen werden.

Es ist entscheidend, das externe Umfeld zu verstehen und zu wissen, wie es die lokale Entscheidungsfindung beeinträchtigen oder beeinflussen kann. Diese Schlüsselerkenntnisse haben geholfen, herauszufinden, wo Jupiter heute steht und was die Zukunft bringt. Zu den Schlüsselerkenntnissen, die geteilt wurden, gehörten Energieverbrauch, ein langsameres Leben, das soziale Umfeld der Küche und die Revolution der Technologie. Während einige dieser Erkenntnisse nahtlos zusammen arbeiten, können andere einen Konflikt verursachen, insbesondere wenn es um die Ansprache des richtigen Nutzers und Lebensstil geht, den er verfolgen möchte.

Als die verschiedenen Trends und Markterkenntnisse geteilt waren, definierten Willi Prettl, Hi Five und das Jupiter Team die Zukunftsvision des Unternehmens. Die Trendkarte wurde nach Technologie, Kochen, Soziales und Business kategorisiert. Es gibt mehr Aspekte in der kulinarischen Welt als nur die Notwendigkeit zu essen. Die Karte ist ein hervorragendes Werkzeug, um die Bedürfnisse und Wünsche der Benutzer zu verstehen. Um die gegenwärtige Situation zu verbessern, muss es ein klares Bild der Zukunft geben.

 

Schlüsselerkenntnisse:

 

Jupiter Trends mapping:

 

Sich von der Kultur des "Feuerlöschens" zu entfernen, wird das Unternehmen besser dazu führen, in eine Kultur zu investieren, welche eine Vision aufbaut und Maßnahmen ergreift. Es ist wichtig, mit dem Traum der Marke verbunden zu sein und sich gegenseitig im Team zu stärken, um diesen Traum wahr werden zu lassen.

 

 

Hände zum Handeln

Der Co-Creation-Workshop beinhaltete eine Vielzahl von Design-Thinking-Tools wie das Persona Building und die Customer Journey Map. Diese Werkzeuge waren eine großartige Möglichkeit, die aktuelle Situation mit einer neuen Perspektive und einem anderen Blickwinkel zu sehen. Als Ergebnis führte die enthusiastische Teilnahme des Teams zu einem klaren Verständnis des aktuellen Umfelds von Jupiter. Es gab eine einvernehmliche Bereitschaft, aufzuhören immer wieder das Gleiche zu tun und die Chance zu nutzen, etwas anderes für die Hoffnung von Jupiter auszuprobieren.

„Wahnsinn: Immer wieder dasselbe tun und unterschiedliche Ergebnisse erwarten“

Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, Schlüsselerkenntnisse zu unterstreichen und zukünftige innovative Lösungen zu finden.

 

Alle Fotorechte: Hi Five

Endress präsentiert neues Serviceportal endressparts

 

  • Launch des Serviceportals endressparts.com
  • Öffentlicher und geschützter Login-Bereich für technische Dokumentationen und Ersatzteilpreislisten
  • Sämtliche Serviceleistungen, wie Reparaturanmeldung und Registrierung für die Endress Remote-Monitoring-Application E-RMA, zentral an einem Ort für einen optimierten Kundenservice

 

Bempflingen – Führend in Technologie und in Service, das kennzeichnet Endress Elektrogerätebau GmbH. Jetzt dehnt der deutsche Stromerzeugerhersteller diese beiden Qualitätsprinzipien auch auf seinen Onlineauftritt aus. Neben der regulären Unternehmenshomepage endress-stromerzeuger.de mit Produktinformationen, finden Kunden und solche, die es werden wollen sämtliche technischen Dokumentationen und Serviceleistungen zentral auf dem Portal endressparts.com.

Während allgemeine Bedienungsanleitungen und Datenblätter öffentlich zugänglich sind, finden sich spezifische technische Geräteinformationen, wie beispielsweise Schaltpläne, in einem geschützten Login-Bereich für den sich Kunden und Servicepartner schnell und einfach registrieren können.

„Mit endressparts möchten wir noch näher am Kunden sein und auf die spezifischen Bedürfnisse eingehen.“, sagt Marcel Aßmann, Produktmanager bei Endress und Projektverantwortlicher für endressparts. Was durch das digitale Angebot zuerst nach einem Widerspruch klingt, deckt Aßmann wie folgt auf „Mit der Registrierung auf endressparts.com erhalten unsere Kunden direkten Zugriff auf Informationen, die sie ansonsten erst hätten separat anfordern müssen. Im Tagesgeschäft erspart das unseren Partnern wertvolle Zeit.“. Des Weiteren soll der, dem Unternehmen wichtige, direkte Dialog nach wie vor priorisiert werden. „Den Reparaturanmeldungen und Serviceanfragen via Kontaktformular folgt ein direkter Austausch mit unseren Mitarbeitern im Werk. Die Art der Übermittlung der Anfrage ermöglicht uns eine noch qualifiziertere Reaktion“, so Aßmann.

Neben den spezifischen Geräteinformationen und Anleitungen für die eine Suchfunktion zur Verfügung steht und den Dialogformularen, bietet endressparts.com auch die direkte Anmeldungsmöglichkeit für die Endress Remote-Monitoring-Applikation E-RMA an, die die Lokalisierung und Statusabfrage der Endress Stromerzeuger ermöglicht.

Durch Mehrsprachigkeit steht das Serviceportal Anwendern international zur Verfügung.

— Ende —

 

Bildmaterial

Bild 1: startseite_endressparts.jpg

Bild 2: kundenlogin_endressparts.jpg

Fotocredit: Endress Elektrogerätebau GmbH

 

Hier steht die Pressemittailung als PDF-Datei für Sie zum Download bereit.

 

Über ENDRESS Elektrogerätebau GmbH

Mit Produktion und Entwicklung in Deutschland bringt ENDRESS seit 1914 echte Power auf internationale Märkte. Als führender Hersteller seiner Branche überzeugt das Unternehmen aus Bempflingen mit mobilen und stationären Stromerzeugern. In den Produktlinien kanalisieren sich technische Leistung, ambitionierte Weiterentwicklung und leidenschaftlich gelebte Qualität zu hochausgereiften Lösungen, deren Anwendungsfreundlichkeit sich täglich aufs Neue beweist.

In Zusammenarbeit innerhalb der PRETTL Unternehmensgruppe, unter anderem mit REFU Elektronik, bietet ENDRESS die gesamte Wertschöpfungskette im Energiesektor an, um das Optimum für Ihre Anwendungsbereiche zu finden. Von Stromerzeugern über Leistungselektronik mit Photovoltaik und Speicher-Wechselrichter – auf Anfrage erhalten Sie alles aus einer Quelle.

 

Pressekontakt

Sarah Wurth                                                                               Marcel Aßmann

Assistentin Globale Medien &                                                Produkt-Management
Unternehmenskommunikation                                              Endress Elektrogerätebau GmbH                

Tel.: +49 (0)7121 707 141                                                       Tel.: +49 (0) 7123 9737 34
Mob.: +49 (0) 171 4249073                                                     Mob.: +49 (0) 151 440 492 67
sarah.wurth@prettl.com                                                          marcel.assmann@endress-stromerzeuger.de

 

 

Unterstützung für BMT Pfullingen

 

  • Bund gegen Mißbrauch der Tiere e.V. Pfullingen freut sich über Spende von Prettl-Mitarbeitern
  • Traditionelle Weihnachtstombola am Standort Industriepark Sandwiesen Pfullingen erbrachte 1.196,20 Euro für einen guten Zweck

 

Pfullingen – Am Standort des BMT Pfullingen fand am 11. Januar 2018 ein besonderes Treffen statt. Heidi Riekert von der Geschäftsstelle des BMT Pfullingen wurden von Sarah Wurth und Franziska Lang, Mitarbeiterinnen bei Prettl besucht. Anlass war die Übergabe eines Spendenschecks für den BMT in Höhe von 1.196,20 Euro.

 

Alljährlich spenden Mitarbeiter der Prettl-Standorte Pfullingen, Metzingen, Bempflingen und Wernau im Rahmen einer Weihnachtstombola des Prettl-Weihnachtsmarktes Geld für einen wohltätigen Zweck. Hauptgewinn in diesem Jahr war ein MotoGP Wochenende am Sachsenring für die Saison 2018. Auch 2017 war es wieder ein Anliegen, eine gemeinnützige soziale Einrichtung in der Region zu unterstützen. „Wir haben entschieden, dass die Spende dieses Jahr dem BMT (Bund gegen Mißbrauch der Tiere e.V.) zugute kommen soll. Damit helfen wir in Not geratenen Tieren und vor allem den Menschen, die diese betreuen, denn sie geraten oftmals in Vergessenheit“, betont Daniel Stuckert, Kommunikationsleiter der Prettl Unternehmensgruppe. Der BMT Pfullingen mit seinen vielfältigen Aufgaben trägt hier in der Region einen wesentlichen Anteil dazu bei, dass diese Tiere versorgt werden und wieder ein neues Zuhause finden.

 

„Die Spende kommt genau richtig“, freut sich Heidi Riekert. „Wir benötigen immer finanzielle Unterstützung für die medizinische Versorgung und die Verpflegung unserer Tiere.“

 

 — Ende —

 

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Foto: Spendenübergabe im BMT Tierheim Pfullingen

Fotocredit: PRETTL Produktions Holding GmbH

 

Über Prettl

Automotive, Appliance solutions, Electronics, Energy und ProSys – das sind die 5 Geschäftsbereiche der Unternehmensgruppe Prettl. Bedient durch die PRETTL Produktions Holding GmbH, die PRETTL Beteiligungs Holding GmbH und die PRETTL Privatstiftung wird der erfolgreich, international operierende Unternehmensverbund mit über 9.500 Mitarbeitern an mehr als 35 Standorten in über 25 Ländern in vollkommen eigenständig agierenden Firmen, geführt. Das Geheimrezept dieser autarken Unternehmen: Genuss maximaler unternehmerischer Freiheit und damit einhergehend der Selbstbestimmung von Strategien, Kunden und Märkten.

Vereint werden die Firmen wieder durch den von Prettl vorangetriebenen grünen Gedanken, dessen Grundlage der erzielte wirtschaftliche Erfolg ist und der sich sowohl auf der Mitarbeiter- und Technologie- als auch der Produktebene erstreckt. Denn für Prettl heißt es nicht nur Zukunft sichern, sondern Zukunft gestalten.

 

REFU präsentiert neuen 100kW Stringwechselrichter auf der WFES in Abu Dhabi

Als Auftakt zu einem spannenden Jahr 2018 wird REFU auf dem World Future Energy Summit (WFES) 2018 in Abu Dhabi (15.-19. Januar) seinen völlig neuen 100kW-Stringwechselrichter vorstellen. Sie finden REFU im Deutschen Pavillon, Standnummer 7134.


Der neue REFUsol 100K ist die konsequente Weiterführung der bewährten Stringwechselrichterbaureihen REFUsol 8…23K und REFUsol 40/46 K. Er kann an jede beliebige Netzspannung zwischen 380 und 480 VAC angeschlossen werden und bietet eine maximale Leistung zwischen 83 und 100 kVA. Das Gerät – mit dem REFU seinem globalen Ansatz treu geblieben ist – bietet maximale Kompatibilität, flexible Installation und Servicefreundlichkeit.

Das REFUsol 100K besteht aus zwei Teilen – dem Wechselrichter und der ConnectionBox, die flexible Installationsmöglichkeiten bieten. Die ConnectionBox kann je nach den örtlichen Gegebenheiten in vertikaler oder horizontaler Lage montiert werden. Sie ist in zwei Varianten erhältlich – entweder mit abgesicherten direkten Stringanschlüssen für verteilte Designs oder für zentrale Designs mit einem einzigen DC-Eingang. Dank der Zweiteilung des Geräts kann die ConnectionBox vor Ort installiert und angeschlossen werden, während der Wechselrichter erst kurz vor der Inbetriebnahme hinzugefügt werden kann, um Ihre Investition zu optimieren. Bei Bedarf kann der Wechselrichter zur Fehlersuche und Messung schnell von der ConnectionBox abgekoppelt werden.

Die Inbetriebnahme des Wechselrichters REFUsol 100K erfolgt einfach über eine App (verfügbar für iOS und Android), die sich über Bluetooth® mit dem Wechselrichter verbindet. Die integrierte, ausfallsichere Ethernet-Daisy-Chain (alternativ RS485) ermöglicht eine kostengünstige High-Speed-Überwachung ohne spezielles Zubehör. Jeder Wechselrichter wird einzeln an REFUlog angeschlossen, um professionelle Überwachung, Konfiguration und Firmware-Updates per Fernzugriff durchzuführen.

„Der neue 100kW-Wechselrichter setzt unsere lange Tradition der Technologieführerschaft und Innovation fort. Er unterstreicht unser Bestreben, für die Anforderungen unserer Kunden die richtigen Lösungen zu entwickeln, die maximale Leistung, Einfachheit und Flexibilität miteinander verbinden“, so Ralf Betkerowitz, Geschäftsführer der REFU Elektronik GmbH.

Zouhair Kefi, Senior Vice President Segment Solar, Energy und Hybrid bei REFU, fügt hinzu: "Wir freuen uns sehr, die nächste Generation unserer Stringwechselrichter-Reihe auf den Markt zu bringen, aber es geht noch weiter.  Für den Solarmarkt waren wir 2011 bei der Markteinführung des ersten 1.500V Wechselrichters eher der Zeit voraus. Aber wir bauen auf diesem Wissen und Erfahrungen für unseren neuen REFUsol 125kW/1.500V-Wechselrichter auf, der unser Portfolio bis Ende des Jahres abrunden wird.“

Bildmaterial können Sie hier herunterladen

REFUsol 100K Front

REFUsol 100K Seite

REFUsol 100K Perspektive

Integration von Flüchtlingen – Endress ebnet den Weg in eine bessere Zukunft

 

  • Endress Elektrogerätebau übernimmt Verantwortung und fördert die regionale Integrationsförderung von Flüchtlingen
  • Schwäbischer Generatorenproduzent stellt Flüchtling aus Syrien ein und fördert die Vielfalt im Unternehmen

 

Bempflingen – Mit bundesweit nur etwa 7.000 beschäftigten Asylbewerbern auf dem deutschen Arbeitsmarkt wird deutlich, dass der Integrationsprozess von Flüchtlingen kein Selbstläufer ist. Die Herausforderung für beschäftigende Unternehmen bestehen hauptsächlich aus den fehlenden Sprachkenntnissen und einem oftmals zu niedrigen Qualifikationsniveau, da abgeschlossene Ausbildungen in Deutschland nicht anerkannt werden können.

Ein Grund mehr für Christian Weissinger, Geschäftsführer von Endress Elektrogerätebau in Bempflingen, nicht nur ein wirtschaftliches Interesse bei der Auswahl neuer Arbeitskräfte zu berücksichtigen, sondern auch die gesellschaftliche Verantwortung in den Vordergrund zu stellen.

Nach einem zweimonatigen Praktikum bei Endress begann der 31-jährige Alhasan Fahed aus Aleppo am 1. September diesen Jahres als fest angestellter Kollege seine Arbeit in der Elektroabteilung mit der Gehäusemontage. Der junge Syrer arbeitete in seinem Heimatland bereits sechs Jahre lang als Elektrotechniker für Hochspannungsleitungen bevor er vor gut anderthalb Jahren nach Deutschland kam. Da seine abgeschlossene Ausbildung in Deutschland nicht anerkannt wurde, belegte er erfolgreich einen Deutschkurs, den er bereits mit einem zertifizierten B1 Level abschließen konnte und suchte mit Hilfe der Schule eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle, um sich schnell und erfolgreich zu integrieren.

„Die Arbeit bei Endress Elektrogerätebau bereitet mir viel Freude, da auch die Kollegen sehr hilfsbereit und freundlich sind.“, so Alhasan Fahed, „Für meine Zukunft wünsche ich mir, einen Ausbildungsplatz als Elektrotechniker in Deutschland zu erhalten, da ich mir sicher bin, dass ich aufgrund meiner Erfahrungen in Syrien, bei dieser Arbeit auch in Deutschland erfolgreich sein kann.“

 

— Ende —

 

Bildmaterial

Bild 1: alhasan_fahed.jpg

Fotocredit: Endress Elektrogerätebau GmbH

 

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Über ENDRESS Elektrogerätebau GmbH

Mit Produktion und Entwicklung in Deutschland bringt ENDRESS seit 1914 echte Power auf internationale Märkte. Als führender Hersteller seiner Branche überzeugt das Unternehmen aus Bempflingen mit mobilen und stationären Stromerzeugern. In den Produktlinien kanalisieren sich technische Leistung, ambitionierte Weiterentwicklung und leidenschaftlich gelebte Qualität zu hochausgereiften Lösungen, deren Anwendungsfreundlichkeit sich täglich aufs Neue beweist.

In Zusammenarbeit innerhalb der PRETTL Unternehmensgruppe, unter anderem mit REFU Elektronik, bietet ENDRESS die gesamte Wertschöpfungskette im Energiesektor an, um das Optimum für Ihre Anwendungsbereiche zu finden. Von Stromerzeugern über Leistungselektronik mit Photovoltaik und Speicher-Wechselrichter – auf Anfrage erhalten Sie alles aus einer Quelle.

 

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Sarah Wurth                                                                                  Marcel Aßmann

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REFUcube gewinnt den Solar+Power Award 2017 in der Kategorie Solar PV BOS

REFUcube, die zentralisierte Stringwechselrichter-Lösung im ISO Container, wurde im Rahmen der offiziellen Preisverleihung in Amsterdam am 26. September mit dem Solar+Power Award 2017 in der Kategorie Solar PV BOS ausgezeichnet. Laut Angel Business Communications, dem Organisator des Solar + Power Awards, würdigt die Kategorie Solar PV BOS Beiträge von (Nicht-Panel) Geräten und Systemen, die die operative Effizienz steigern,  die Langzeitzufriedenheit sicherstellen und die sich verändernden Anforderungen adressieren.


REFUcube ist derzeit in vier Leistungsklassen verfügbar – 1, 1,6, 2 und 3 MVA und wird in einem 20 Fuß (1 MVA) oder 40 Fuß Container (1.6-3MVA) verbaut. Die zentralisierte Stringwechselrichter-Lösung beinhaltet REFUsol Wechselrichter, Transformator, Mittelspannungsschaltanlage, zentralen DC-Anschlusskasten, AC-Anschlusskasten inklusive Sicherungen sowie Wartungstransformator. Alle Komponenten (DC, AC und Kommunikation) werden vorverkabelt und getestet, um eine reibungslose Installation und Inbetriebnahme zu gewährleisten. REFUcube wurde erstmalig auf der Intersolar Europe 2017 in München vorgestellt und vereint die Vorteile von Zentral- und Stringwechselrichtern während die jeweiligen Risiken minimiert werden.

Die Jury kommentierte, dass der REFUcube  “die Entwicklung von erneuerbaren Energien in kommerziellen Anlagen vereinfacht und standardisiert, indem die Vorteile von String- und Zentralwechselrichtern in einem Container gebündelt werden." Diese Vorteile wurden auch von den Branchenexperten anerkannt, die durch ihr Voting REFUcube zum Preisträger kürten.

“Wir freuen uns sehr, dass die Branche REFUcube für seinen einfachen, innovativen und effizienten Lösungsansatz für die heutigen Herausforderungen anerkennt”, sagt Zouhair Kefi, Senior Vice President Business Segment Energy, PV, Hybrid bei REFU Elektronik GmbH. “Wir sind überzeugt, dass der REFUcube sowohl für erfahrene als auch unerfahrene Solaranlagenplaner gleichermaßen Vorteile bringt, da er den Aufwand und die Risiken in der Planung von Solaranlagen reduziert”, ergänzt Henner Funk, Director Technical Sales bei REFU Elektronik GmbH.

REFUcube ist für die Anforderungen von weltweiten Projekten konfigurierbar – "Local Content" Anforderungen können in verschiedenen Ländern auf Anfrage realisiert werden.


Bildmaterial kann hier heruntergeladen werden.

REFUcube Floorplan

REFUcube Rendering

 

Diversity: Ein Beitrag zum Geschäftserfolg – Experteninterview mit Michael Stuber

 

Herr Stuber, beim Thema Diversity denken viele vor allem an mehr Frauen in Führungspositionen. Dies wird dem Ansatz nicht ganz gerecht, oder?

Ob zurecht oder nicht: die Wahrnehmung ist verständlich. Seit vielen Jahren analysieren wir regelmäßig die Geschäftsberichte großer Konzerne. Die Ergebnisse belegen, dass der Fokus „Gender“ seit zwanzig Jahren praktisch unverändert besteht. Die Themenmischung hat sich indes entwickelt, wie auch der Umgang mit den Facetten.

Zu Anfang war Gender eine offensichtliche Priorität – auch, weil es früher bereits das Konzept Chancengleichheit gab. Diversity entstand in den 1990er Jahren als Plattformansatz. Das heißt, mehrere Aspekte von Vielfalt sollten gemeinsam und synergetisch bearbeitet werden. Der Gedanke war einfach und genial: Die Herausforderungen im Umgang mit Unterschieden in Geschlecht, Alter, Kultur oder Religion sind ähnlich und können daher nach ähnlichem Muster bearbeitet werden. Ich nenne diesen Ansatz „das Potenzial-Prinzip“.

Das tolle dabei ist: Die Menschen finden sich in diesem Konzept wieder, denn es geht um die Anerkennung von Individualität. Jede und jeder hat ein Geschlecht, ein – sogar wechselndes – Alter, eine kulturelle Prägung etc. Unsere wirtschaftlichen Facetten wie Teamfähigkeit, Mehrsprachigkeit, Mobilität oder Kreativität können zudem mit Unternehmenszielen wie Produktivität oder Kundennähe verknüpft werden. In Unternehmen soll es schließlich in erster Linie ums Geschäft gehen.

Dieser stimmige Ansatz kam durcheinander als die Politik in den vergangenen Jahren  einen einseitigen Fokus auf Frauen im Management legte. Seither ist es schwieriger, Diversity ganzheitlich und damit glaubwürdig zu vermitteln und Unterstützung dafür zu erhalten. Viele Firmen gehen über gesetzliche Vorgaben rund um die Frauenquote hinaus. Die Hälfte der europäischen Top50 kommuniziert fünf oder mehr Diversity-Dimensionen und sagen damit deutlich: Diversity ist mehr als Gender.

 

Das heißt, Unternehmen beschäftigen sich nicht nur wegen politischer Vorgaben mit Diversity? Welches sind denn die wirtschaftlichen Gründe?

Unserer Analysen zeigen, dass es drei verschiedene Anlässe gibt: Erstens die strategische Sinnhaftigkeit. Denn in Zeiten globaler Geschäftsmodelle und hoher Veränderungsgeschwindigkeit benötigen Unternehmen Konzepte, die einen produktiven Umgang mit dem Anderen, dem Neuen fördern. Zweitens die operative Notwendigkeit. Denn Kunden und Kandidaten erwarten von Unternehmen, dass sie Vielfalt willkommen heißen und flexible Arbeitsformate anbieten.

Schließlich und drittens die wirtschaftliche Tragfähigkeit: Unternehmen können es sich immer seltener leisten, Vielfalt nicht zu nutzen. Erstaunlicherweise war dies gang und gäbe. Unsere Marketing-Analysen zeigen eine deutliche Verschwendung von Absatzpotenzialen durch einseitige Werbung. Und es gibt viele Beispiele für Fehlschläge, die aufgrund fehlender Vielfalt im Entscheidungsprozess entstanden. Zudem fördert Diversity die individuelle Produktivität. Denn wir arbeiten besser, lieber und mehr, wenn wir uns wertgeschätzt fühlen.

 

Das hört sich ja nach einem Perpetuum Mobile an – geradezu ein Allheilmittel für die Wirtschaft – ist Diversity wirklich so einfach?

Ja und Nein. Das sogenannte Potenzial-Prinzip beschreibt – wissenschaftlich unterlegt – den  Wertschöpfungsprozess von Diversity: Demnach bedarf es zusätzlich zu einer bewussten Anerkennung von Unterschieden noch einer aktiven Aufgeschlossenheit, um Vielfalt als Potenzial erschließen zu können. Allerdings reicht der gute Wille – wie so oft – nicht aus. Für die Diversity-Wertschöpfung wird noch die sogenannte Einbeziehung benötigt. Das bezieht sich sowohl auf Prozesse, die für alle Beteiligten gleich gut und gleich fair funktionieren müssen wie auch auf das zwischenmenschliche Verhalten. Dabei kommt es auf Beteiligung und die Nutzung individueller Stärken an.

Insgesamt muss man sagen: Diversity ist weder Selbstzweck noch Selbstläufer. Da es uns leichter fällt, mit unseresgleichen zu arbeiten und die Anderen in Schubladen zu stecken, müssen wir die menschliche Faulheit überwinden und Muster durchbrechen.

 

Welche Ziele können sich Unternehmen wie wir setzen, um diesen Aufwand zu rechtfertigen?

Unternehmen müssen sich zunächst klar darüber werden, welche Beiträge Diversity zu ihrem Geschäft leisten kann – für das Gesamtunternehmen und auch für Teilbereiche. Diese wirtschaftlichen Überlegungen sollten dann zu Zielsetzungen für Diversity führen. Mehr Frauen in Führungspositionen zu haben kann ein Indikator dafür sein, dass die Personalprozesse und die Unternehmenskultur den verfügbaren Talentpool besser berücksichtigen als zuvor. Als alleiniger Selbstzweck ergeben sie wirtschaftlich wenig Sinn.

Zusätzlich sollten Ziele für die Unternehmenskultur oder die externe Wahrnehmung, z. B. der Kunden, definiert werden. Auch das Erlangen von Prädikaten oder das Gewinnen von Preisen können sinnvolle Zielsetzungen sein, die man auch aus anderen Themenbereichen kennt.

 

Kann ein Ziel von Diversity darin bestehen, Verständnis für Vielfalt zu schaffen und Stereotype abzubauen? Und wie würde man so ein Ziel verfolgen?

Verständnis für Unterschiedlichkeit zu schaffen und Stereotype abzubauen sind zentrale Anliegen im Bereich Diversity. Sie dienen dazu, die Motivation und das Engagement der Beschäftigten zu stärken, die Zusammenarbeit produktiver zu gestalten und die Talentnutzung zu verbessern.

Praktisch ist dies eine Herkules– oder eine Sisyphos– Aufgabe. Herkules insofern, als dass viele unserer Überzeugungen vor vielen Jahren geprägt wurden und es für Unternehmen schwierig ist, etablierte Werte und Annahmen, die aus Familie und gesellschaftlichem Umfeld stammen, zu hinterfragen – und sei es auch nur im Kontext des Arbeitsplatzes. Menschen bringen ihre privaten Geschlechterrollen und kulturellen Ansichten mit in den Job, wo sie als Barriere wirken können.

Diversity ist auch eine Sisyphos-Aufgabe. Denn mühsam gemachter Fortschritt kann durch unerwartete – und meist unerwünschte – Ereignisse rasch zunichte gemacht werden kann. Wir sehen das derzeit in der gesellschaftlichen Integration. Das Klima für Migrantinnen und Migranten war recht gut geworden. Studien zeigen, dass Migration den Wohlstand der einheimischen Bevölkerung fördert und eine Notwendigkeit für Industrienationen darstellt. Dennoch: Seit dieses Thema für politische Zwecke eingesetzt wird, sind die Zweifel, Vorbehalte und sogar Übergriffe rasch gestiegen. Übrigens auch gegen andere Minderheiten.

 

Und wie kommen wir bei der Geschlechtergerechtigkeit voran? Drohen dort auch Rückschläge?

Die meisten Indikatoren zeigen, dass die Geschlechtergerechtigkeit auf einem guten Weg ist. Dennoch nutzen wir das enorme Potenzial gut ausgebildeter junger Frauen bei weitem nicht aus. Auch wenn sie es in jungen Jahren noch nicht ahnen: In der Rush-Hour des Lebens ereilen sie ähnliche Effekte wir ihre Mütter: Elternzeit, man einigt sich mit dem Vater, dass ER weiterhin Vollzeit arbeitet, zumal die Unternehmen mit Karrieren in Teilzeit hadern. Hier lauert noch ein wenig beachtetes Phänomen in der vermeintlich hippen Generation Y. Dort gibt es mehrere Teilgruppen, die deutlich traditionell ausgerichtet sind, was sich nicht förderlich auf die Geschlechtergerechtigkeit auswirkt.

 

Was kann Prettl tun um Diversity, Vielfalt, zu fördern?

Wie gesagt ist es für jedes Unternehmen sinnvoll, den Beitrag von Diversity zum wirtschaftlichen Erfolg zu identifizieren und klar zu benennen. Daraus ergeben sich meist eine Reihe von Ansätzen, die gut koordiniert – und keinesfalls über bunte Aktionen – umgesetzt werden sollten.

  • Aufmerksamkeit für Unterschiedlichkeit in vielen alltäglichen Situationen schärfen, z. B. durch regelmäßige Kommunikation und Interaktionen
  • Anpassungen sowohl im Personalwesen wie auch im Marketing und Vertrieb
  • Externe Partnerschaften, die das vorhandene Spektrum erweitern
  • Kontinuierliche Arbeit mit den Führungskräften, die durch ihr Verhalten für Diversity Sinn stiften, Orientierung geben, Erwartungen formulieren und natürlich Vorbild sind

All dies muss unterlegt sein mit hohen Standards für Offenheit, objektive Leistungsorientierung und faire, transparente Prozesse. Dabei sind Situationen von besonderer Bedeutung, in denen es zum Schwur kommt – die Moments of Truth: Wie reagiert das Unternehmen oder eine Führungskraft, wenn ein Kunde oder ein Beschäftigter etwas tut, das nicht mit Diversity vereinbar ist? Wenn das Unternehmen einknickt, weil es ein „wichtiger Kunde“ oder ein „wertvoller Mitarbeiter“ ist, fällt das Diversity-Kartenhaus in sich zusammen. Haltung zeigen, Kante halten, Position beziehen, Vorbild sein. Darauf kommt es an und dies sind die erkennbaren Ergebnisse einer erfolgreichen internen Arbeit an Diversity.

 

— Ende–

 

Michael Stuber gilt in Deutschland und auf europäischer Ebene als ein Pionier des Themas "Diversity". Weitere Informationen über ihn und seine Arbeit finden Sie unter http://de.diversitymine.eu

 

 

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