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„Muffel+“ nimmt erste Hürde

Das BMBF-geförderte KMU-NetC-Innovationsprojekt befasst sich mit der Entwicklung einer neuartigen elektrischen Antriebsplattform für emissionsfreies Fahren und Arbeiten.


Metzingen. Der erste Meilenstein ist erreicht. „Muffel+“, ein Entwicklungskonsortium, das sich die Entwicklung einer kompakten und skalierbaren elektrischen Antriebsplattform für Multifunktionsfahrzeuge – kurz „Muffel+“ – zum Ziel gesetzt hat, hat eine erste wesentliche Hürde des Projektes genommen: Die beteiligten vier Unternehmen (Max Holder GmbH, Nantis GmbH, REFU Elektronik GmbH, Groschopp AG) und drei Forschungseinrichtungen (Hochschule Aalen, Hochschule Düsseldorf, Universität Stuttgart) konnten nachweisen, dass die ambitionierten Projektziele zumindest rechnerisch umsetzbar sind.

Im Rahmen eines Meilensteintreffens bei der Max Holder GmbH im schwäbischen Metzingen wurden die Ergebnisse der ersten sechs Monate Projektarbeit präsentiert. Obwohl alle Partner mit dem extrem begrenzten Bauraum der sehr kompakten Multifunktionsfahrzeuge zu kämpfen haben, konnten Lösungskonzepte entwickelt werden, die die Anforderungen der Anwender und des Fahrzeugherstellers, der Max Holder GmbH, erfüllen.

Um auch ein Gefühl dafür zu erhalten, was eine elektrische Antriebsplattform in einem Multifunktionsfahrzeug leisten muss, durften alle Anwesenden den Holder-Demopark mit einem dieselbetriebenen Holder Geräteträger befahren. In etwa einem Jahr soll genau so eine Teststrecke erstmals vollelektrisch befahren werden können.

Durch seine Skalierbarkeit eignet sich die Antriebsplattform für viele weitere Fahrzeugtypen wie etwa Baufahrzeuge. Damit die Anforderungen der Anwender und Fahrzeugbauer bereits in der Entwicklung Berücksichtigung finden, wird vom Netzwerkmanagement ein projektbegleitender Industriekreis aufgebaut und gepflegt.

Muffel+ ist in das von der EurA AG geführte Innovationsnetzwerk e-mobility eingebettet. Dieses verfolgt das Ziel, die mittelständische Zulieferindustrie in Deutschland für die Herausforderungen der Elektromobilität fit zu machen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Muffel+ im Rahmen der Fördermaßnahme „KMU-NetC“ mit rund 2,1 Millionen Euro. Interessenten können sich gerne an EurA wenden, um weitere Informationen zum Projekt und zu dem oben genannten Industriekreis zu erhalten.

 

Teilnehmer des ersten Muffel+ Meilensteintreffens  (Foto: EurA AG)

Holder C-Reihe im Demopark (Foto: EurA AG)

 


Die "Muffel+"-Konsortialpartner im Einzelnen:

Die REFU Elektronik GmbH aus Pfullingen entwickelt und vertreibt seit über 50 Jahren Leistungselektronik und Batteriespeichersysteme für unterschiedliche Anwendungsbereiche in der Antriebstechnik, sowie für Solar-, Speicher- oder Hybridprojekte. Die Systemlösungen von REFUdrive finden hierbei flexiblen Einsatz – ob in automatisierten Fahrzeugen zum Containertransport, für Walzenlader im Bergbaueinsatz oder als Ausstattung moderner Kommunalfahrzeuge.
www.refu.com

Die GROSCHOPP AG mit Sitz in Viersen entwickelt und produziert seit über 90 Jahren elektrische Antriebe. GROSCHOPP ist durch  seine langjährige Erfahrung im elektrischen Antriebsbau und durch sein ständiges Bestreben, Ideen weiterzuentwickeln und ihre Produkte zu verbessern, führend in der Branche. Das Unternehmen hat bereits mehrere Verbundprojekte erfolgreich koordiniert und erste Entwicklungsprojekte gestartet, um auch den Automobilbereich zu erschließen.  www.groschopp.de

Die Max Holder GmbH aus Metzingen ist einer der führenden deutschen Hersteller von Spezialfahrzeugen für den Einsatz in Kommunen, im Wein- und Obstbau sowie im Garten- und Landschaftsbau. Holder-Schlepper werden überwiegend als Geräteträger mit Knicklenkung, vier gleich großen Rädern und dieselhydraulischem Allradantrieb in hoher Qualität am Produktions-standort Deutschland entwickelt, hergestellt und weltweit vertrieben. www.max-holder.com/

Die Nantis GmbH hat sich in den letzten Jahren als innovatives Start-up im Bereich der Embedded Hard- und Softwareentwicklung am Markt bewiesen. Sowohl die Entwicklung von Steuerelektronik als auch der Entwurf von hardwarenaher Applikationssoftware zählen zu den Stärken des noch jungen, in Stuttgart ansässigen Unternehmens. Strukturierte und modellbasierte Vorgehensweisen stellen dabei eine hohe Qualität der entwickelten Produkte sicher. https://nantis.de/de/

Das ILEA (Institut für Leistungselektronik und Elektrische Antriebe an der Universität Stuttgart) vertritt die Gebiete Leistungselektronik, Regelungstechnik und Elektrische Antriebe in Forschung und Lehre. Forschungsgebiete sind neben der Energieeffizienz unter anderem die Regelung Elektrischer Antriebe, insbesondere von Fahrzeugantrieben, Methoden zur geberlosen Lageerfassung, Verfahren zur hochdynamischen Messung großer Ströme, Schaltungstopologien und Steuerverfahren für Umrichter sowie die Zuverlässigkeit leistungselektronischer Systeme. www.ilea.uni-stuttgart.de

Das Arbeitsgebiet „Theoretische Elektrotechnik und Elektrische Maschinen“ der Hochschule Düsseldorf weist neben einer hohen Forschungsaktivität einen großen Erfahrungsschatz aus vergangenen und laufenden Entwicklungsprojekten auf. www.hs-duesseldorf.de

Die Hochschule Aalen zählt zu den forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Die Fahrzeugtechnik wird in Forschung und Lehre mit hohem Anwendungsbezug verfolgt. Hierfür stehen hochmoderne Entwicklungsumgebungen und leistungsstarke Prüfeinrichtungen zur Verfügung. Aktivitäten zur Elektromobilität werden im zukünftigen Zentrum ZiMATE (Zentrum innovativer Materialien und Technologien für effiziente elektrische Energiewandler-Maschinen) intensiviert. ZiMATE wurde von der Hochschule Aalen im Forschungsbauten-Programm des Bundes und der Länder (Verfahren §91b) eingeworben. Aspekte der Energieeffizienz werden ebenso im BMBF-geförderten FH-Impuls Projekt „Smarte Materialien und intelligente Produktionstechnologien für energieeffiziente Produkte der Zukunft“ (SmartPro) adressiert. www.hs-aalen.de

Koordiniert wird das Verbundprojekt von der EurA AG. Das Innovations- und Technologieberatungsunternehmen wurde 1999 gegründet. Mit knapp 100 hochqualifizierten Mitarbeitern am Hauptsitz Ellwangen und in sieben weiteren Niederlassungen in Europa gehört die EurA AG zu Deutschlands führenden Beratungshäusern für Forschung, Entwicklung und die Kommerzialisierung innovativer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Zu ihren Mandanten zählen europaweit über 1500 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus allen Technologiebranchen. www.eura-ag.de

Mit Elektromobilität zu gutem Schlaf

Stellen Sie sich vor, sie wohnen direkt an einem Supermarkt. Frische und Auswahl sind nur einen Katzensprung von Ihrer Wohnungstür entfernt. Egal ob Sie morgens vor der Arbeit noch knackig-leuchtendes Obst benötigen oder am Abend feststellen, dass Ihnen der  frische Aufschnitt fehlt – alles scheint plötzlich in greifbarer Nähe. Luxus, könnte man tagsüber meinen. Doch diejenigen die bereits in der vermeintlich komfortablen Situation sind, kennen auch die Kehrseite. Die Schattenstunden, die vor allem in den viel zu späten Abend- oder allzu jungen Morgenstunden warten. Denn frisch gefüllte Regale kommen nicht von irgendwo her.


Damit wir Lebensmittel mit ununterbrochener Kühlkette vorfinden, werden diese mit großen Kühltransportern angeliefert. Und diese verursachen Emissionen. Spürbare, wie Abgase und Ruß und vor allem Hörbare durch enormen Lärm.

Nein, es geht jetzt nicht um Elektromotoren
Wer jetzt denkt, es folgt eine Beschreibung über Elektromotoren liegt falsch. Natürlich bieten auch sie eine wesentliche Stellschraube. Aber insbesondere den Lärm verursachen nicht ausschließlich die Fahrwerke, sondern die großen Transporter mit nachhaltigem KühlungsystemDieselaggregate, die die Kühlung sichern. Doch damit kann zukünftig Schluss sein, wie die Transporter  von TRS Transportkoeling B.V. zeigen. Diese bedienen sich nämlich des RPCS 730 von REFUdrive mit dem sich nachhaltige Transportkühlsysteme gestalten lassen.

 

Der Gedanke des Systems ist fast so leicht wie Ohropacks
Während der Kühltransporter fährt wird durch Wandeln von Bewegungsenergie in elektrische Energie der verbaute Batteriespeicher des Systems vollgeladen. Die hierzu erforderliche Elektronik, in Form des RPCS 730, RPCS 730sitzt dabei in einem gemeinsamen Gehäuse mit der Batterie. Der Ladevorgang selbst wird über das Batteriemanagementsystem geregelt, das auch die einzelnen Batteriezellen überwacht und so für einen sicheren Betrieb sorgt. Kommt das Fahrzeug dann zum Stillstand wird der Energiebedarf der Kühlanlage mittels derselben Elektronik aus der Batterie entnommen und dem Kältekompressor zur Verfügung gestellt. Das ergibt Kühlung ohne Dieselaggregat.

Auch bei Stillstand wird der Ruhe nicht der Stecker gezogen
Und auch bei längerem Stillstand ist das Aggregat nicht erforderlich. Denn um  diesen zu überbrücken und Tiefentladungen zu vermeiden, lässt sich die Betriebsart des RPCS 730 einfach wechseln. Die Elektronik kann dann als Batterieladegerät agieren. Dabei wird die Batterie durch direkten Anschluss an eine Steckdose des Versorgungsnetzes über das Netz aufgeladen.

Kein Aggregat. Kein Lärm. Dafür viel Ruhe zum Schlafen, so dass die „Supermarktwohnung“ in Zukunft doch als Luxusgut durchgehen kann. Dank REFUdrive.

Ahoi und bis zum nächsten Jahr

Vom 9. bis 11. Juni 2015 stellte REFUdrive erstmals auf der TOC Europe in Rotterdam aus.

Die TOC Europe ist mit mehr als 160 Austellern die wichtigste Veranstaltung für Hafentechnik und Containerhandling. Wir von REFUdrive präsentierten dort unsere neue Baureihe RPCS 730, einen Doppelwechselrichter in kompakter Bauform und hoher Schutzart IP6K9K, für die Verwendung im rauen Alltag mobiler Arbeitsmaschinen. Das gelungene Design fand guten Zuspruch bei den Anwendern.
Als Austeller waren wir akzeptiertes Mitglied der TOC Familie und erhielten Zugang zu Firmen und Personen, die wir als reiner Messebesucher nie erreichen konnten.
Deshalb haben wir nach 3 arbeitsreichen Tagen entschieden, auch auf der TOC Europe 2016 in Hamburg wieder auszustellen.