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Diversity: Ein Beitrag zum Geschäftserfolg – Experteninterview mit Michael Stuber

 

Herr Stuber, beim Thema Diversity denken viele vor allem an mehr Frauen in Führungspositionen. Dies wird dem Ansatz nicht ganz gerecht, oder?

Ob zurecht oder nicht: die Wahrnehmung ist verständlich. Seit vielen Jahren analysieren wir regelmäßig die Geschäftsberichte großer Konzerne. Die Ergebnisse belegen, dass der Fokus „Gender“ seit zwanzig Jahren praktisch unverändert besteht. Die Themenmischung hat sich indes entwickelt, wie auch der Umgang mit den Facetten.

Zu Anfang war Gender eine offensichtliche Priorität – auch, weil es früher bereits das Konzept Chancengleichheit gab. Diversity entstand in den 1990er Jahren als Plattformansatz. Das heißt, mehrere Aspekte von Vielfalt sollten gemeinsam und synergetisch bearbeitet werden. Der Gedanke war einfach und genial: Die Herausforderungen im Umgang mit Unterschieden in Geschlecht, Alter, Kultur oder Religion sind ähnlich und können daher nach ähnlichem Muster bearbeitet werden. Ich nenne diesen Ansatz „das Potenzial-Prinzip“.

Das tolle dabei ist: Die Menschen finden sich in diesem Konzept wieder, denn es geht um die Anerkennung von Individualität. Jede und jeder hat ein Geschlecht, ein – sogar wechselndes – Alter, eine kulturelle Prägung etc. Unsere wirtschaftlichen Facetten wie Teamfähigkeit, Mehrsprachigkeit, Mobilität oder Kreativität können zudem mit Unternehmenszielen wie Produktivität oder Kundennähe verknüpft werden. In Unternehmen soll es schließlich in erster Linie ums Geschäft gehen.

Dieser stimmige Ansatz kam durcheinander als die Politik in den vergangenen Jahren  einen einseitigen Fokus auf Frauen im Management legte. Seither ist es schwieriger, Diversity ganzheitlich und damit glaubwürdig zu vermitteln und Unterstützung dafür zu erhalten. Viele Firmen gehen über gesetzliche Vorgaben rund um die Frauenquote hinaus. Die Hälfte der europäischen Top50 kommuniziert fünf oder mehr Diversity-Dimensionen und sagen damit deutlich: Diversity ist mehr als Gender.

 

Das heißt, Unternehmen beschäftigen sich nicht nur wegen politischer Vorgaben mit Diversity? Welches sind denn die wirtschaftlichen Gründe?

Unserer Analysen zeigen, dass es drei verschiedene Anlässe gibt: Erstens die strategische Sinnhaftigkeit. Denn in Zeiten globaler Geschäftsmodelle und hoher Veränderungsgeschwindigkeit benötigen Unternehmen Konzepte, die einen produktiven Umgang mit dem Anderen, dem Neuen fördern. Zweitens die operative Notwendigkeit. Denn Kunden und Kandidaten erwarten von Unternehmen, dass sie Vielfalt willkommen heißen und flexible Arbeitsformate anbieten.

Schließlich und drittens die wirtschaftliche Tragfähigkeit: Unternehmen können es sich immer seltener leisten, Vielfalt nicht zu nutzen. Erstaunlicherweise war dies gang und gäbe. Unsere Marketing-Analysen zeigen eine deutliche Verschwendung von Absatzpotenzialen durch einseitige Werbung. Und es gibt viele Beispiele für Fehlschläge, die aufgrund fehlender Vielfalt im Entscheidungsprozess entstanden. Zudem fördert Diversity die individuelle Produktivität. Denn wir arbeiten besser, lieber und mehr, wenn wir uns wertgeschätzt fühlen.

 

Das hört sich ja nach einem Perpetuum Mobile an – geradezu ein Allheilmittel für die Wirtschaft – ist Diversity wirklich so einfach?

Ja und Nein. Das sogenannte Potenzial-Prinzip beschreibt – wissenschaftlich unterlegt – den  Wertschöpfungsprozess von Diversity: Demnach bedarf es zusätzlich zu einer bewussten Anerkennung von Unterschieden noch einer aktiven Aufgeschlossenheit, um Vielfalt als Potenzial erschließen zu können. Allerdings reicht der gute Wille – wie so oft – nicht aus. Für die Diversity-Wertschöpfung wird noch die sogenannte Einbeziehung benötigt. Das bezieht sich sowohl auf Prozesse, die für alle Beteiligten gleich gut und gleich fair funktionieren müssen wie auch auf das zwischenmenschliche Verhalten. Dabei kommt es auf Beteiligung und die Nutzung individueller Stärken an.

Insgesamt muss man sagen: Diversity ist weder Selbstzweck noch Selbstläufer. Da es uns leichter fällt, mit unseresgleichen zu arbeiten und die Anderen in Schubladen zu stecken, müssen wir die menschliche Faulheit überwinden und Muster durchbrechen.

 

Welche Ziele können sich Unternehmen wie wir setzen, um diesen Aufwand zu rechtfertigen?

Unternehmen müssen sich zunächst klar darüber werden, welche Beiträge Diversity zu ihrem Geschäft leisten kann – für das Gesamtunternehmen und auch für Teilbereiche. Diese wirtschaftlichen Überlegungen sollten dann zu Zielsetzungen für Diversity führen. Mehr Frauen in Führungspositionen zu haben kann ein Indikator dafür sein, dass die Personalprozesse und die Unternehmenskultur den verfügbaren Talentpool besser berücksichtigen als zuvor. Als alleiniger Selbstzweck ergeben sie wirtschaftlich wenig Sinn.

Zusätzlich sollten Ziele für die Unternehmenskultur oder die externe Wahrnehmung, z. B. der Kunden, definiert werden. Auch das Erlangen von Prädikaten oder das Gewinnen von Preisen können sinnvolle Zielsetzungen sein, die man auch aus anderen Themenbereichen kennt.

 

Kann ein Ziel von Diversity darin bestehen, Verständnis für Vielfalt zu schaffen und Stereotype abzubauen? Und wie würde man so ein Ziel verfolgen?

Verständnis für Unterschiedlichkeit zu schaffen und Stereotype abzubauen sind zentrale Anliegen im Bereich Diversity. Sie dienen dazu, die Motivation und das Engagement der Beschäftigten zu stärken, die Zusammenarbeit produktiver zu gestalten und die Talentnutzung zu verbessern.

Praktisch ist dies eine Herkules– oder eine Sisyphos– Aufgabe. Herkules insofern, als dass viele unserer Überzeugungen vor vielen Jahren geprägt wurden und es für Unternehmen schwierig ist, etablierte Werte und Annahmen, die aus Familie und gesellschaftlichem Umfeld stammen, zu hinterfragen – und sei es auch nur im Kontext des Arbeitsplatzes. Menschen bringen ihre privaten Geschlechterrollen und kulturellen Ansichten mit in den Job, wo sie als Barriere wirken können.

Diversity ist auch eine Sisyphos-Aufgabe. Denn mühsam gemachter Fortschritt kann durch unerwartete – und meist unerwünschte – Ereignisse rasch zunichte gemacht werden kann. Wir sehen das derzeit in der gesellschaftlichen Integration. Das Klima für Migrantinnen und Migranten war recht gut geworden. Studien zeigen, dass Migration den Wohlstand der einheimischen Bevölkerung fördert und eine Notwendigkeit für Industrienationen darstellt. Dennoch: Seit dieses Thema für politische Zwecke eingesetzt wird, sind die Zweifel, Vorbehalte und sogar Übergriffe rasch gestiegen. Übrigens auch gegen andere Minderheiten.

 

Und wie kommen wir bei der Geschlechtergerechtigkeit voran? Drohen dort auch Rückschläge?

Die meisten Indikatoren zeigen, dass die Geschlechtergerechtigkeit auf einem guten Weg ist. Dennoch nutzen wir das enorme Potenzial gut ausgebildeter junger Frauen bei weitem nicht aus. Auch wenn sie es in jungen Jahren noch nicht ahnen: In der Rush-Hour des Lebens ereilen sie ähnliche Effekte wir ihre Mütter: Elternzeit, man einigt sich mit dem Vater, dass ER weiterhin Vollzeit arbeitet, zumal die Unternehmen mit Karrieren in Teilzeit hadern. Hier lauert noch ein wenig beachtetes Phänomen in der vermeintlich hippen Generation Y. Dort gibt es mehrere Teilgruppen, die deutlich traditionell ausgerichtet sind, was sich nicht förderlich auf die Geschlechtergerechtigkeit auswirkt.

 

Was kann Prettl tun um Diversity, Vielfalt, zu fördern?

Wie gesagt ist es für jedes Unternehmen sinnvoll, den Beitrag von Diversity zum wirtschaftlichen Erfolg zu identifizieren und klar zu benennen. Daraus ergeben sich meist eine Reihe von Ansätzen, die gut koordiniert – und keinesfalls über bunte Aktionen – umgesetzt werden sollten.

  • Aufmerksamkeit für Unterschiedlichkeit in vielen alltäglichen Situationen schärfen, z. B. durch regelmäßige Kommunikation und Interaktionen
  • Anpassungen sowohl im Personalwesen wie auch im Marketing und Vertrieb
  • Externe Partnerschaften, die das vorhandene Spektrum erweitern
  • Kontinuierliche Arbeit mit den Führungskräften, die durch ihr Verhalten für Diversity Sinn stiften, Orientierung geben, Erwartungen formulieren und natürlich Vorbild sind

All dies muss unterlegt sein mit hohen Standards für Offenheit, objektive Leistungsorientierung und faire, transparente Prozesse. Dabei sind Situationen von besonderer Bedeutung, in denen es zum Schwur kommt – die Moments of Truth: Wie reagiert das Unternehmen oder eine Führungskraft, wenn ein Kunde oder ein Beschäftigter etwas tut, das nicht mit Diversity vereinbar ist? Wenn das Unternehmen einknickt, weil es ein „wichtiger Kunde“ oder ein „wertvoller Mitarbeiter“ ist, fällt das Diversity-Kartenhaus in sich zusammen. Haltung zeigen, Kante halten, Position beziehen, Vorbild sein. Darauf kommt es an und dies sind die erkennbaren Ergebnisse einer erfolgreichen internen Arbeit an Diversity.

 

— Ende–

 

Michael Stuber gilt in Deutschland und auf europäischer Ebene als ein Pionier des Themas "Diversity". Weitere Informationen über ihn und seine Arbeit finden Sie unter http://de.diversitymine.eu

 

 

Test: Rational oder emotional auf der Arbeit?

Tragen Sie Ihr Herz auf der Zunge oder haben Ihrer Meinung nach Emotionen am Arbeitsplatz nichts zu suchen?

Machen Sie unseren Test. Einfach ankreuzen, welche Antwortmöglichkeit am ehesten auf Sie zutrifft. Die Auflösung finden Sie unten auf der Seite, wenn Sie auf den "Ergebnis"-Button klicken.

1. Sie haben für Ihr Team ein neues Projekt an Land gezogen, von dem Sie vollkommen begeistert sind und es kaum erwarten können, damit zu beginnen. Wie verhalten Sie sich?

Ich rede zunächst mit meinem Vorgesetzten über das Projekt, erstelle einen Projektplan und lade die Kollegen zu einem Meeting ein, deren Hilfe ich brauche. Bei einem gemeinsamen Brainstorming können wir dann gemeinsam den Erfolg feiern und die weitere Vorgehensweise besprechen.
Ich rede mit meinem Vorgesetzten über das Projekt, erstelle einen Projektplan und sende diesen an meine Kollegen, damit auch sie über die neuen anstehenden Aufgaben informiert sind. Natürlich dürfen sie sich bei Rückfragen jederzeit an mich wenden.
Stellt den Sekt kalt! Ich muss sofort alle meine Kollegen anrufen und ihnen von dem Projekt erzählen. Ich werde ja ihre Hilfe brauchen und dann hat mein Projekt oberste Priorität!

 

 

 

2. Sie haben einen Chef, der Sie eindeutig benachteiligt und es Sie spüren lässt, dass er Sie nicht leiden kann. Wie verhalten Sie sich?

Mein Chef bezahlt mein Gehalt und muss nicht mein bester Freund sein. Augen zu und durch; nach Feierabend muss ich ihn nicht mehr ertragen.
Ich möchte eine Aussprache! Wenn er mit meinem Verhalten oder meiner Arbeitsweise unzufrieden ist, muss das wie bei zwei erwachsenen Menschen angesprochen werden; nur so kann sich etwas ändern.
Wie kann er nur so gemein sein? Hinter seinem Rücken ziehe ich natürlich bei meinen Freunden über ihn her. In seiner Anwesenheit bin ich sehr eingeschüchtert und es fließen auch oft Tränen der Wut und Enttäuschung.

 

 

 

3. Wie begegnen Sie Ihren direkten Arbeitskollegen?

Ich verbringe täglich so viel Zeit mit meinen Kollegen und habe sie dadurch natürlich ins Herz geschlossen. Alles müssen sie aber auch nicht von mir wissen, schließlich habe ich auch noch eine Privatssphäre.
Ich teile sehr wenig private Informationen mit meinen Kollegen. Ich verbringe mit ihnen meine Arbeitszeit und deswegen sollten sich unsere Gespräche und unser Austausch auch nur darauf beziehen.
Meine Kollegen wissen immer alles, was in meinem Leben vor sich geht! Sie sind für mich wie Freunde und ich vertraue ihnen voll und ganz.

 

 

 

4. Ihr Partner hat sich unerwartet von Ihnen getrennt und Sie sind völlig vor den Kopf gestoßen. Wie verhalten Sie sich am Arbeitsplatz?

Ich vergrabe mich in Arbeit und schreige über den Vorfall. Das ist die beste Ablenkung und es geht niemanden etwas an.
Ich stehe völlig neben mir und kann mich den ganzen Tag nicht richtig auf meine Arbeit konzentrieren. Am besten, ich lasse mich krankschreiben. 
Ich erzähle meinen direkten Arbeitskollegen, was passiert ist, damit sie verstehen, dass ich momentan nicht so gut drauf bin. Die Details behalte ich natürlich für mich.

 

 

 

5. Ein Kollege wird befördert und erhält die Stelle, auf die Sie schon bereits seit mehreren Jahren hinarbeiten. Wie reagieren Sie?

Ich gratuliere dem Kollegen und versuche, mich für ihn zu freuen. Ich gebe zu, dass ich die Stelle auch gerne gehabt hätte, wünsche ihm aber alles Gute für die neue Herausforderung.
Wie kann denn so etwas passieren? Mein Kollege nimmt mir meine Stelle weg? Na warte, das lasse ich ihn spüren!
Ich gratuliere dem Kollegen förmlich zur Beförderung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Betriebliches Miteinander-Management statt betrieblichem Gesundheitsmanagement

Warum Unternehmer ihr „betriebliches Gesundheitsmanagement“ um ein „betriebliches Miteinander-Management“ ergänzen sollten, um auf Erfolgs- und Wachstumskurs zu gehen und warum manche von uns bessere „Unterlasser“ werden sollten, erläutert Dr. Walter Kromm, Mediziner mit Spezialsprechstunde für Führungskräfte.


Herr Dr. Kromm, wann ist ein Unternehmen gesund?
Ein Unternehmen ist gesund, wenn es stark am Markt ist. Dann sind die Arbeitsplätze sicher. Das ist etwas ziemlich Gesundes. Damit ein Unternehmen aber auf Dauer gesund bleibt, braucht es gesunde Mitarbeiter, die die Lust haben, sich mit ihren Begabungen einzusetzen.

Bei wem liegt der Schlüssel für ein „gesundes“ Unternehmen?
Bei den Menschen, die in einem Unternehmen arbeiten – also bei allen!

Viele Unternehmen glauben, dass sie das Unternehmen gesünder machen können, indem sie etwas „Gesundes“ unternehmen. Vom Obstkorb bis zum Yogaangebot ist je nach Unternehmensgröße alles dabei. Was sagen Sie zu diesen Ansätzen?
Die Wohltaten des „Betrieblichen Gesundheitsmanagements“ können richtig und wichtig sein. Solange aber das „Betriebliche Miteinander“ nicht gelingt, verpuffen selbst Aktivitäten, die direkt aus einer Kurklinik stammen könnten.

Gibt es Zahlen an denen sich die Gesundheit der Mitarbeiter eines Unternehmens messen lässt?
Man kann ziemlich genau sagen, wie hoch die Zahl der Abwesenden ist. Jährlich ist ein durchschnittlicher Arbeitnehmer ca. 20 Tage krankgeschrieben. Die Qualität der Anwesenheit bleibt jedoch oft verborgen. Nach meiner Einschätzung haben nur etwa 20 Prozent der Mitarbeiter eine wirkliche emotionale Verbundenheit mit ihrem Unternehmen. Das ist nicht viel.

Zum Wohlbefinden eines Menschen gehören gute Gefühle.

Das heißt also im Umkehrschluss, dass 80 % der Mitarbeiter nur eine geringe oder gar keine Verbundenheit mit dem Unternehmen haben. Wie entsteht diese denn überhaupt?
Zum Wohlbefinden eines Menschen gehören gute Gefühle. Das Wissen um Akzeptanz, Respekt und Anerkennung schafft diese. Wenn man anderen auf Augenhöhe begegnet, gibt man ihnen Ansehen. Wenn man sie wahrnimmt, gibt man ihnen Bedeutung. Das sind die ‚guten Gründe‘, die Menschen brauchen, wenn man ihr Engagement für eine Sache gewinnen will.

Was genau kann mit Verbundenheit bewirkt werden?
Fühlt man sich mit etwas verbunden, dann möchte man das auch erhalten! Das bedeutet, die Menschen sehen einen Sinn darin, sich für die gemeinsamen Ziele anzustrengen und einzubringen.

Was raten Sie den Unternehmen?
Erfolg ist eine Folgeerscheinung, und Arbeit ist soziale Interaktion. Ich schlage Unternehmen vor, dass sie ihr ‚Betriebliches Gesundheitsmanagement‘ durch ein ‚Betriebliches Miteinander-Management‘ ergänzen.

Warum?
Gelingt das Zusammenspiel der Menschen nicht, dann ist das eine große Wachstumsbarriere. Gelingt aber das Miteinander, dann werden Austauschprozesse in Gang gesetzt, die es sonst nicht gibt. Ich zeige Ihnen am besten die Wichtigsten dieser Prozesse in Bildern. Die Illustrationen stammen aus dem aktuellen Buch „Die Kraft der guten Gefühle“.

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Auf was kommt es genau an?
Zusammen erfolgreich arbeiten und dabei gesund bleiben, das ist das höchste Gut – für alle! Die Unternehmen sollten verlässlich auf dieses wertvolle Gut einwirken können, denn hier schlummern die Potenziale und Reserven, die Sie brauchen.

„Ein Unternehmer sollte auch ein guter Unterlasser sein.“

Stichwort Reserven – Sie sagten einaml „Ein Unternehmer sollte auch ein guter Unterlasser sein.“ Was genau meinen Sie damit?
Mit der Zeit gehen heißt für viele ambitionierte Menschen, keine Zeit zu haben. Eigentlich müssten wir „Zeitmillionäre“ sein. Zumindest müssten wir mehr Zeit haben als früher, als es noch keine Autobahnen, Schnell- und Hochgeschwindigkeitszüge, E-Mail, Handy und Internet gab. Wir stehen jedoch vor einer paradoxen Situation: Die Lebenszeit ist länger, die Arbeitszeit ist kürzer. Wir sparen überall Zeit und haben immer weniger Zeit.

Wohin geht die Zeit, die wir sparen?
Die meisten Menschen wollen zwar Zeit sparen, aber eigentlich um noch mehr tun zu können. Nicht die Zeit ist knapp, sondern wir wollen zu viele Dinge in ihr erledigen. Effektivitätssteigerung ist das oberste Gebot.
Viele der modernen Leistungsträger sind pausenlos außer Atem. Wenn sie nicht arbeiten, konsumieren sie oder treiben wenigstens Sport.

So laufen die Menschen dann fieberhaft
• vom Bürosessel ins Fitnesscenter,
• von der Paartherapie,
• zur Weiterbildung,
• vom Geschäftsessen,
• zum Erlebniswochenende.

Wie lässt sich der Teufelskreis durchbrechen?
Durch entschleunigende Beschränkung.

„Wer rastet der rostet“ hieß es früher. Wir sind aber nicht aus Eisen.

Was heißt das?
Weshalb gehen Menschen etwa auf einsame Berghütten oder ins Kloster? Ganz einfach: weil dort die Zahl möglicher Optionen etwas zu tun extrem reduziert ist. Dafür muss man aber nicht in ein Kloster oder auf eine Berghütte gehen. Ab und zu einmal nichts tun ist ein sinnvolle Art des Handelns. „Wer rastet der rostet“ hieß es früher. Wir sind aber nicht aus Eisen. Gerade leistungsorientierte Menschen sollten nicht nur entschlossene Unternehmer, sondern auch entschlossene Unterlasser sein. Unser „Betriebssystem“ braucht Erholung und Leistungsträger brauchen auch eine „Erholungskompetenz“.

Haben Sie einen Tipp für unsere Leser, wie sie zu der Erholungskompetenz gelangen können?
Ja, gehen Sie einfach einmal, wenn die Sonne scheint mit jemanden spazieren,den Sie mögen und haben Sie dabei keine Angst, irgendetwas anderes zu versäumen. Es gibt kein Medikament auf der Welt, das mehr für die Gesundheit tun kann.

Fällt es Ihnen selbst leicht ein guter Unterlasser zu sein?
Nein. Aber ich fange an, es zu lernen.

 

Über Dr. Walter Kromm

dr-krommDr. Kromm ist Mediziner mit betriebswirtschaftlicher und philosophischer Ausbildung. Er kennt die Medizin, die Unternehmen brauchen, um gesund und erfolgreich zu sein. Für ihn steht fest: Gesunde und motivierte Mitarbeiter sowie der langfristige betriebswirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens sind zwei Seiten der gleichen Medaille – beide werden zentral beeinflusst von den Bestimmungsfaktoren guter Führung.

  • Doch was ist gute Führung?
  • Wie führt man andere und sich selbst?

Nach seiner Erfahrung dringt die Auseinandersetzung mit diesen Fragen nur sehr verhalten in die Führungsetagen der Unternehmen und in die Lehrpläne von Business Schools vor. Das möchte er durch seine Arbeit ändern. Hier mehr erfahren.

 

 

 

Fünf Anti-Stress Übungen für das Büro

Wer kennt es nicht? Das Telefon klingelt, sobald man den Hörer aufgelegt hat, das E-Mail-Programm zeigt alle paar Sekunden neue Nachrichten an und die Erinnerung im Handy, die den nächsten Termin ankündigt, lässt nun schon zum dritten Mal erbarmungslos den Wecker losgehen. Ihnen brummt der Kopf und Sie würden am liebsten Ihre Sachen packen und auf eine einsame Insel verschwinden.

Wie Sie das zumindest für ein paar kurze Momente in Ihrem Kopf können, zeigen Ihnen die folgenden Anti-Stress-Übungen, die ideal für das Büro geeignet sind:

 

  • Tiefe Atmung: Es klingt einfach, und das ist es auch. Atmen Sie durch die Nase ca. 4-5 Sekunden ein; halten Sie den Atem für ca. 5-8 Sekunden und nehmen sich dann 5-10 Sekunden Zeit, die Luft durch Ihre Nasenlöcher wieder auszuatmen. Durch die tiefe Atmung wird ein Nerv stimuliert, der diejenigen Hinregionen verbindet, die den Körper beruhigen.

 

  • Muskelentspannung: Bei dieser Übung ist die Wechselwirkung von An- und Entspannung von einzelnen Muskelgruppen entscheidend. Sie beginnen im unteren Bereich vom Körper und arbeiten sich nach oben. Wichtig hierbei ist, dass die Anspannung der Muskeln nach 10 Sekunden wieder gelöst werden sollte. Die kurze An- und Entspannung der Muskelgruppen sorgt für eine bessere Durchblutung des Körpers und bewirkt einen neuen Energieschub:

     

    • Pressen Sie Ihre Füße mit viel Druck auf den Boden
    • Spannen Sie Ihre Pomuskulatur so fest Sie können an
    • Spannen Sie Ihre gesamte Bauchmuskulatur an (sowohl den oberen als auch den unteren Bauchbereich)
    • Ballen Sie die Hände fest zu Fäusten und drücken Sie die Arme seitlich an Ihren Körper
    • Spannen Sie Ihr Gesicht an; pressen Sie Ihre Lippen aufeinander, kneifen Sie die Augen zu und rümpfen Sie die Nase

 

  • Spaziergang: Auch wenn der Schreibtisch voll ist; Bewegung und frische Luft sind die Geheimwaffe gegen Stress. Nehmen Sie sich fünf Minuten und laufen eine Runde um den Block. Sie werden merken, dass Sie mit neuer Energie Ihre Aufgaben bewältigen werden. Wem es nicht möglich ist, das Büro zu verlassen, kann auch zu einer anderen Frischluft-Methode greifen: Stoßlüften. Öffnen Sie für ein paar Minuten Fenster und Türen in Ihrem Büro und tanken Sie eine große Portion frische Luft.

 

  • Blinzeln: Es klingt banal – tut aber wahnsinnig gut. Ein Tag am Bildschirm bedeutet Gift und Stress für Ihre Augen. Schauen Sie weg von Ihrem PC und blinzeln Sie eine Minute lang so schnell Sie können. Das trainiert einerseits die Augenmuskeln, löst den starren Blick und hat noch einen wohltuenden Nebeneffekt: Die Augen werden mit einer feinen Schicht von Tränenflüssigkeit benetzt. Schließen Sie anschließend die Augen für etwa eine weitere Minute und gönnen Sie ihnen damit Entspannung.

 

  • Brainfood: Es gibt viele Wege für den Menschen, Energie zu tanken und Stress abzubauen. Eine davon ist auch über die Ernährung. Aber Achtung: Damit sind leider nicht Schokolade, Kekse und Gummibärchen gemeint. Um länger konzentriert arbeiten zu können, müssen dem Körper unter anderem komplexe, langkettige Kohlenhydrate, gute Eiweiße und Omega-3-Fettsäuren zugefügt werden. Nachweislich bringen die folgenden Lebensmittel das Gehirn wieder so richtig auf Touren:

     

    • Vollkornbrot oder Haferflocken zum Frühstück
    • Studentenfutter: Nüsse und getrocknete Früchte als Snack für Zwischendurch
    • Obst oder frisch gepresste Fruchtsäfte
    • Joghurt mit Obst oder ein Buttermilch-Smoothie
    • Bananen
    • Viel Wasser oder ungesüßten Tee trinken – bei Stress hat der Körper einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf, der unbedingt gedeckt werden muss, um gesundheitliche Folgen zu vermeiden

 

 

be connected. Der neue Imagefilm der Prettl Unternehmensgruppe ist da

Kompetenz,  Qualität  und  Emotionen  visualisiert  in  einem  zweiminütigen  Imagefilm:  Die  Prettl Unternehmensgruppe gewährt  ihren Kunden, Geschäftspartnern und Zulieferern einen exklusiven Blick  hinter  die  Kulissen  der diversifizierten Unternehmensgruppe. Nach über 60 Jahren Firmengeschichte ist ein Video entstanden, in dem hauptsächlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Marken/Produkte Regie übernehmen. In 120 Sekunden führt der Imagefilm durch  die fünf Divisionen der Unternehmensgruppe.  „Das  Corporate  Video  ist  für  uns  ein  ideales  Werkzeug,  um  visuell  verdeutlichen zu können, wofür wir stehen. Viele unserer Kunden und potenziellen  Mitarbeiter  haben  zum  Beispiel keine Vorstellung, welch breit gefächerte Kompetenz wir  tatsächlich haben“, sagt Daniel Stuckert, Kommunikationschef der Prettl Unternehmensgruppe. Der Film ist gemeinsam mit der visavis Filmproduktion aus Berlin an unterschiedlichen Unternehmensstandorten weltweit entstanden. Neben Sequenzen aus der Firmenzentrale in Pfullingen oder der Produktion der Prettl electronics am Standort in Lübeck bildet das Corporate Video den Arbeitsalltag von mehr als  9.500  Mitarbeitern  weltweit  authentisch  ab.  Interessierte finden  den  Film  ab  sofort  auf  der  Prettl-Website, dem Blog  und  auf YouTube. Er wird  aber  auch  auf  Messen  und  in  Präsentationen  eingebunden.  Nicht  zuletzt  sollen  potenzielle  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch  die  zweiminütige  Sequenz  von den Arbeitgeberqualitäten der Prettl Unternehmensgruppe  überzeugt  werden.

PAS – eine Wahl für die Zukunft

Azubi werden bei der PAS

Du hast noch keinen Ausbildungsplatz für 2016? Wir haben die Lösung: Werde Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik Fachrichtung Formteile bei der PAS in Neuruppin! Wir haben mit unserem Azubi Maximilian über seinen Beruf gesprochen.


Hallo Max. Du bist jetzt im 3. Lehrjahr und hast im Sommer deine Abschlussprüfung. Wie hat dir die Ausbildung bis jetzt gefallen?
"Sehr gut. Die Ausbildung ist sehr abwechslungsreich und macht in jeder Hinsicht Spaß."

Und welche Aufgaben/Inhalte haben dir am besten gefallen?
"Die Arbeit mit dem Werkstoff Kunststoff ist allgemein ein interessantes Thema. Dadurch, dass es in der Ausbildung nicht nur ums Spritzgießen geht sondern zum Beispiel auch Laminieren und Extrudieren thematisiert werden, gefallen mir viele Inhalte und Themen."

Warum hast du dich für den Beruf als Verfahrensmechaniker entschieden?
"Auf der Suche nach einem Ausbildungsberuf habe ich bei dem Verfahrensmechaniker die besten Perspektiven und Möglichkeiten für meine Zukunft gesehen."

Welche Voraussetzung sollten die Bewerber mitbringen?
"Wichtig sind auf jeden Fall Grundlagenkenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern Chemie, Physik und Mathematik. Ein gewisses technisches Verständnis und räumliches Denken sollten die Bewerber auch mitbringen. Wer das nicht mitbringt, wird es später in der Ausbildung schwieriger haben."

Wem würdest du diesen Beruf empfehlen?
"Ich empfehle den Beruf jedem, der technikinteressiert ist und gerne in der Produktion mit unterschiedlichen Maschinen arbeiten möchte. Dadurch, dass ich durch diese Ausbildung einen sehr großen Aufgabenbereich abdecke und mehrere Berufe ausüben könnte, gibt es hier viele Zukunftsperspektiven. Zudem ist Kunststoff ein relativ junger Werkstoff mit Zukunft."

Danke Max und viel Erfolg für die Prüfung.
 

Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik arbeiten in unserer Kunststoffspritzerei. Sie richten unsere Spritzgießmaschinen ein, warten die Maschinen und rüsten Sie für die Produktion. Weiterhin sind sie für die zusätzlichen Peripheriegeräte, wie z.B. Roboter (Handlings), Temperiergeräte, Mühlen und Trockner zuständig. Auch das Vermessen der Kunststoffteile nach den vorgegebenen Qualitätskriterien ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeitsaufgabe. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und wird im Verbund mit dem Schweriner Ausbildungszentrum durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet in Neustrelitz statt. Die Kosten für die Unterbringung vor Ort in Schwerin und Neustrelitz übernimmt die PAS. Nach erfolgreich bestandener Prüfung werdet Ihr Teil des PAS Produktions-Teams.


 

9 Tipps für euer Osterfeuer

Es ist wieder soweit – pünktlich zum Ostersamstag werden wieder vieler Orts Osterfeuer entfacht. Ein Brauch, der die Menschen zusammen bringt und verbindet; ganz gleich ob es dabei wie bei den Germanen um das Vertreiben des Winters, den christlichen Hintergrund oder aber die eigene Familientradition geht. Damit das Ereignis auch in schöner Erinnerung bleibt, hat Endress als Partner der Feuerwehren 9 Tipps der Wachen für ein sicheres Osterfeuer für euch zusammengetragen.


1. Vergesst nicht euer (öffentliches) Osterfeuer bei der Stadtverwaltung anzumelden. Ihr könnt so ärgerliche Fehleinsätze der Feuerwehr, die unter Umständen auch Kosten verursachen, vermeiden.

2. Verwendet nur trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz – der Umwelt und euch selbst zuliebe. Denn anderes Brennmaterial kann schädliche Dämpfe austreten lassen. Kunststoffe wie Plastiktüten und Autoreifen, aber auch andere Abfälle haben deshalb im Osterfeuer nichts verloren.

3. Denkt daran, das Brennmaterial kurz vor dem Anzünden noch einmal umzuschichten, damit ihr darin versteckte Tiere rechtzeitig erkennt..

4. Haltet wegen des entstehenden Rauchs und der Hitze ausreichend Sicherheitsabstand zu Gebäuden und Bäumen (mindestens 50 Meter) und zu Straßen (mindestens 100 Meter) ein. Beachtet immer die Hauptwindrichtung.

5. Seid vorsichtig beim Anzünden, denn brennbare Flüssigkeiten als Brandbeschleuniger bergen ein hohes Risiko.

6. Brennt nicht zu viel Material auf einmal ab, so vermeidet ihr gefährlichen Funkenflug. Sehr feuchtes Material ist übrigens auch keine gute Idee, da sehr viel Rauch entsteht.

7. Habt immer alles gut im Blick, sowohl das Feuer, als auch die Personen darum.

8. Denkt an die passende Verpflegung. Osterfeuernächte können lang werden, da darf es an Leckereien nicht fehlen. Funktioniert doch einfach mal den veganen Hefeteig von Jupiter für Stockbrot um.

9. Unter 112 erreicht ihr Hilfe, egal ob es sich um unkontrolliertes Ausbreiten des Feuers oder Verletzungen handelt.

10. Habt Spaß und genießt die gemeinsame Zeit.

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